Ich kann es wirklich nicht glauben, aber heute hat die Post mir geschrieben, da ich mich dieses Jahr mal eine Beschwerdemail geschrieben habe.
Aber gut nun zum Anfang (Januar 2008) :
Mein damaliger Chef hat uns Ende Januar in die Altersteilzeit verlassen, kurzfristig haben wir uns überlegt sein Geschenk noch ein wenig aufzupeppen und haben noch was witziges bestellt. Da es eilig war, habe ich das ganze per Express bestellt (und ordentlich dafür geblecht) und als Lieferadresse die Packstation angegeben, da ich tagsüber ja immer in der Arbeit bin. Okay, es waren noch 4 Tage Zeit, lt. dem Lieferanten kommt es locker an, sodaß ich es dann am Mittwoch auch wirklich habe. Donnerstag ist der Abschied.
Bis Dienstag war noch nichts da. Am Mittwoch als ich in der Arbeit bin, bekomm ich eine SMS das die Packstation für mich was hat. Voller Freude, fahr ich dann am Mittwoch nach der Arbeit (15.45 Uhr) zur Packstation um mein Päckchen abzuholen und was ist drinnen ?? Etwas von Amazon, das ich am Montag ganz normal bestellt habe und noch nicht erwartet habe. Bloß nicht mein dringendes Päckchen das ich dann am Donnerstag brauch.
Also ab nach Hause, die „Verfolgungsnummer“ rausgesucht und im Internet recherchiert. Kaum hab ich die Nummer eingegeben kam „Keine Informationen hinterlegt“. Also hab ich bei der Post angerufen um mich danach zu erkundigen. Es dauerte ca. 45 Minuten bis jemand wusste, wer wissen kann wo mein Päckchen ist und von denen werde ich zurück gerufen. Gut, weiter gewartet und nach weiteren 3o Minuten kam der Anruf. Mein Päckchen ist im Lager in Freising, da es am Montag nicht zugestellt werden konnte (ja genau wir haben Mittwoch mittlerweile) und wartet darauf das ich anrufen und drum bete mir es zuzustellen.
Die liebe Packstation hat nämlich nur begrenzte Fächer für den Expressboten (ich meine es waren 3 oder 4 Fächer). Sind diese Fächer an dem Liefertag voll, dann kann meine Expresssendung nicht zugestellt werden und es geht zurück ins Lager. Der Expressbote hat angeblich keinen Zugriff auf eines der normalen Fächer dann, denn die sind für den normalen Versand gedacht. Denn irgendwann wird der Kunde dann anrufen und danach fragen und dann probiert man es erneut zuzustellen. Allerdings wird man als Kunde auch nicht benachrichtigt das es nicht geklappt hat, man muß sich diese Information selbst einholen.
Der gute Herr vom Telefon, den ich wohl gewaltig auf die Nerven gegangen bin und irgendwann gesagt hat „Ich arbeite gar nicht für die Post, ich bin von einer Zeitarbeitsfirma und bin eigentlich BWL-Student“ hat wohl gehofft das ich dann Ruhe gebe
. Da hat er sich allerdings geirrt.
Wie sich jetzt jeder vorstellen kann war ich darüber nicht sehr erfreut und hatte eine schöne Diskussion mit dem Herrn an der Leitung. Um eine „ad hoc-Lieferung“ auszulösen ist er nicht befugt, das darf nur sein Chef und der ist jetzt aber gerade heimgegangen. Auf weiteres nerven hat er einen anderen Chef gefragt, der aber nicht sein Teamleiter ist und der hat befunden, dass mein Anliegen nicht wichtig genug ist um am Mittwoch Abend noch jemanden loszuschicken. Außerdem hat er jetzt keine Zeit mehr für mich, den es gibt ja noch soviele andere Beschwerden die er bearbeiten muss. Fand ich auch recht interessant, dass sich soviele beschweren
Er hat dann gemeint, dass die Post bereit ist mir die Lieferung am Donnerstag bis 10 Uhr in die Arbeit liefern wird. Ich hab dann die Wache angegeben die bei mir in der Nähe ist, denn ins Werk rein darf er ja eigentlich nicht. Gut das wird auf alle Fälle funktionieren, hat man mir versprochen.
Es war Donnerstag, mittlerweile 10:20 Uhr, kein Anruf unserer Wache, dann hab ich mal nachgefragt. Hier wurde allerdings für mich noch nichts abgegeben. 2 Minuten später bekomm ich glatt eine SMS wo drinnen stand das mein Päckchen in der Packstation am Bahnhof hinterlegt wurde. Ahja, war nicht vereinbart, habens aber gemacht. Einziges Problem an der Sache: Meine Arbeit liegt auf der anderen Seite der Stadt und ich kann das Sekretariat nicht einfach verlassen. Also meine Packstation-Karte + PIN einem Arbeitskollegen gegeben, den Schlüssel fürs Abteilungsfahrzeug in die Hand gedrückt und ihn gebeten das Päckchen abzuholen.
Nachdem wirklich sehr viel schief gegangen ist, ich massig Geld fürs schief gehen bezahlt habe und der Herr aus dem Lager in Freising gesagt hat „Es ist besser man bestellt normal und nicht als Express, denn da stehen der Packstation mehr Fächer zur Verfügung und somit stehen die Chancen besser das das Päckchen auch eher ankommt“ dacht ich mir da schreibste mal eine Beschwerdemail an den Herrn Vorstand der Post.
Dies hab ich auch Ende Januar gleich noch gemacht, an die Mail-Adresse seiner Assistentin, und dann hab ich nie wieder was von der Post gehört. Eigentlich habe ich zumindestens eine Standard-Antwort oder Entschuldigungsschreiben erwartet, aber nichts kam …
Allerdings staunte ich heute nicht schlecht, als ich am 31.12.08 (11 Monate später) ein Brief vom Kundenservice erhalte, sich immer noch keiner entschuldigt, aber zumindestens anmerkt ich war dieses Jahr nicht so zufrieden und deswegen darf ich jetzt den neuen Service der Post kostenlos testen.
Vielen Dank liebe Post, das ich für Euch ein Versuchskaninchen oder was auch immer sein darf.